In diesem Modul sind die Funktionen Oszillator, Talkback und Listen enthalten. Ferner enthält es die Steuerspannungsaufbereitung und den Summenverstärker der PFL-Logik sowie ein Anzeige- und Schaltfeld mit Leuchtdrucktasten. Hier werden wichtige Zentralfunktionen gemeldet und bedient. Zum Modul gehört eine Tastenplatte im Reglerbereich des Pultes.
Der Oszillator ist ein stabiler Funktionsgenerator. Der Frequenzbereich reicht von 20 Hz bis 20 kHz und ist in drei dekadische Bereiche aufgeteilt. Das Frequenzpoti überstreicht einen Bereich von 1 zu 10. Die Bereichswahl erfolgt durch 3 Drucktasten. Die Leuchtdrucktaste OSC-ON schaltet den Generator ein. Der Ausgangspegel kann zwischen Aus und ca. + 20 dBu eingestellt werden. Die Potis für Oszillator-Level und Frequenz haben Zugschalter. Im Ruhezustand sind Frequenz und Pegel kalibriert. Je nach Frequenzbereich schwingt der Oszillator dann auf 100 Hz, 1 kHz oder 10 kHz. Die Frequenz 1 kHz wird hierbei sehr genau (+/- 3 Hz) eingehalten. 100 Hz und 10 kHz haben eine Toleranz von 5 %. Bei gezogenem Poti wird die Frequenz regelbar. Der Ausgangspegel beträgt in Ruhestellung des Level-Reglers + 6 dBu. Die Einstellung eines anderen Wertes ist durch ein Trimmpoti möglich. Der Oszillator benutzt die gleichen Anwahltasten, die die Kommandoeinheit für die Aufschaltung auf die pultinternen Wege benutzt. Die Steckfeldklinke OSC (Oszillator-Ausgang) führt immer Signal, wenn der Oszillator eingeschaltet ist. PATCH routet das Oszillator-Signal zum Steckfeld,. über die Taste MIX wird es in die Stereo-Summe geschaltet. MT schaltet den Weg in die Summen 1 bis 24 frei. Die Tasten CUE und AUX1 bis AUX6-9 mischen das Signal in die entsprechenden Summenschienen ein. Bei MT und MIX wird das Pult, falls der Generator eingeschaltet ist, in Solo geschaltet. Für die Wege PATCH und CUE sind Zugschalterpotis vorhanden, die in Ruhe das Signal kalibriert durchlassen. Aktiv kann der Pegel individuell für die einzelnen Wege geregelt werden. Bei eingeschaltetem Oszillator sind die Kopfhörerwege stummgeschaltet. Die Verknüpfung hat sich zur Schonung der Musiker und der Kopfhörer bewährt, ist jedoch bei Bedarf auch blockierbar.
Das Kommandomikrofon ist im Modul eingebaut. Es handelt sich um ein trittschallgedämpft aufgehängtes Elektret-Kondensatormikrofon. Ein Vorpegelregler ist vorhanden. Das Signal wird über einen Begrenzerverstärker geführt, der unterschiedliche Besprechungsabstände und -lautstärken ausgleicht. Ein Eingang für ein zusätzliches, externes Kommandomikrofon ist vorhanden und kann intern freigeschaltet werden. Vom Ausgang des Kommandoverstärkers aus wird das Kommandorouting angesteuert. Im Modul selbst erfolgt eine Vorwahl für die TB-Taste TB to SELECT. Hier werden die gleichen Anwahl-Tasten und Potis benutzt, die der Oszillator benutzt. Die Schalter-Poti-Kombination PATCH schaltet Kommando zum Steckfeld frei. Für die Einspielwege ist eine weitere Haupttaste TB to STUDIO vorhanden. Diese Tasten sind in der Reglerwanne neben dem Summenregler untergebracht. Hier liegen auch die Tasten ISO-ALL und AUTO-ALL für den Rechner sowie die im Folgenden beschriebene LISTEN -Taste.
Die Kommandoregelung für die Einspielwege erfolgt in den Monitor-Modulen selbst. Hier kann man auch bestimmen auf welche Module Kommando aufgeschaltet wird oder nicht, oder ob das Kommandosignal auf einen externen, nur für Kommando benutzen Weg umgeleitet wird. AUTOCUE ermöglicht die Fernbedienung der Kommandoanlage durch ein Steuersignal. Der Eingang ist durch einen Optokoppler völlig potentialfrei und gegen Verpolung und Störimpulse geschützt. Er ist für eine Steuerspannung von etwa 12 bis 40 Volt ausgelegt. Durch Austausch zweier Widerstände kann er auch für eine 5-Volt-Steuerung ausgelegt werden. Die Freigabe von AUTOCUE erfolgt durch eine Leuchtdrucktaste. Wenn ein Steuersignal anliegt und die Taste nicht gedrückt ist, leuchtet die Taste halbhell. 2 Tasten im TB-R-Modul bestimmen, welcher Kommandoweg von Autocue fernbedient wird. SEL bedient die Funktion TB to SELECT, STU die Funktion TB to Studio. Die Steuerungstasten TB to SEL und TB to STU können mehrfach im Pult eingebaut werden. Dies ist einfach durch die Parallelschaltung möglich. Diese weitere(n) Taste(n) können sowohl tastend wie rastend ausgeführt werden. Da für diese Funktionen nur ein Arbeitskontakt erforderlich ist kann auch eine weitergehende Fernbedienung dieser beiden Funktionen durch externe Schaltkontakte erfolgen. Zur Ankopplung nicht potentialfreier Kontakte sollte jedoch besser der Autocue-Eingang benutzt werden. Dies gilt sinngemäß auch für die im Folgenden beschriebene LISTEN-Taste.
Die Listen-Funktion ermöglicht das Abhören eines im Studio angeschlossenen Kontrollmikrofons über die PFL-Schiene. Zwei Eingänge in symmetrisch-erdfreier Technik sind vorhanden. Das Verhätnis der beiden Mikrofoneingänge kann intern eingeregelt werden. Beide Eingänge können durch interne Jumper mit 48 Volt Phantomspeisung versorgt werden. Durch die LISTEN-Taste in der Reglerwanne wird das Signal in die PFL-Summe eingemischt. Wird eine TB-Taste gedrückt, wird Listen abgeschaltet. Über die Funktion Listen-Remote kann die Funktion auch fernbedient werden. Wie beim Autocue ist auch hier ein Optokoppler zur galvanischen Trennung des Steuerkreises vorhanden. Die Eigenschaften des Eingangs entsprechen denen des Autocue-Eingangs. Liegt ein Steuersignal an und ist die Taste nicht gedrückt, leuchtet die Lampe halbhell. Wird die Taste gedrückt so wird die Listen-Funktion durchgeschaltet und gemeldet, als ob die Listen-Taste selbst gedrückt worden wäre. Bei Bedarf kann die interne Zwangsabschaltung von Listen bei Kommando blockiert werden. Dann ist freies Gegensprechen mit dem Studio möglich. Allerdings besteht hier die Gefahr von Rückkopplungen.
7 Statustasten bzw. -anzeigen sind im TB-R eingebaut. Zunächst gibt es zwei Bedientesten für die beiden Hardware-Mute-Gruppen A + B. Die Taste ALL-TAPE bewirkt die zwangsweise Umschaltung aller Tape-Chain-Inputs auf MT-Ret und blockiert somit die Input-Tasten.
Die
Wirkung dieser Funktion kann auf bestimmte Bereiche des Pultes begrenzt werden. So ist es z. B. möglich nur die Kanäle zu schalten, bei denen eine Spur einer Mehrspurmaschine anliegt. Die Taste SOLO (OFF) meldet den Solo-Status des Mischpultes. Wird diese Taste gedrückt, wird die Solo-Funktion im gesamten Pult blockiert. Die versehentliche Betätigung einer Solo-Taste kann so vermieden werden. Ferner ist es möglich zwischen Solo-Betrieb und Normalbetrieb umzuschalten ohne die Solo-Tasten der Kanäle zu verändern. Ähnlich arbeitet die PFL (OFF) Taste. Auch hier wird der PFL-Status gemeldet und kann durch Drücken der Taste blockiert werden. Hierbei wird lediglich die Aufschaltung des PFL-Signal blockiert. Das Audio-Signal ist immer noch am Steckfeld vorhanden. Eine weitere Taste für Sonderanwendungen ist vorhanden.