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RMST - MST-R

Stereo-Return, Cue-Master und Mix-Master-Verstärker. Stereo-Summenzug mit Richtungs-mischer, Elliptischem Equalizer, Summenkompressor und Expander

Das Mastermodul des MR-Summenblocks enthält, wie schon erwähnt, einen weiteren Stereo-Return. Weiterhin sind in diesem Modul der Cue-Master-Verstärker und der Mix-Master Verstärker untergebracht, der noch eine Anzahl von zusätzlichen Bearbeitungsmitteln enthält.

Der Summenverstärker Cue ist auf diese Stereo-Summe abgestimmt und hat eine Regelmöglichkeit für die Kanalbalance. Dieser Regler BAL wird durch die gleichbenannte Taste aktiviert und ermöglicht eine Regelung von 'nur links' bis 'nur rechts'. So lässt sich die Balance der Cue-Summe ausgleichen. Weiterhin kann man für den Fall, dass die Cue-Summe zur Ansteuerung eines Mono-Effektes benutzt werden soll den Arbeitsgang, alle Pan-Pots in die richtige Richtung zu drehen, einsparen. Eine Mono-Matrix ist zu diesem Zweck im Cue-Summenverstärker integriert. Diese Matrix wird durch die Taste MNO aktiviert. Die PFL-Taste greift vor dem Regler ab. Das Level-Poti ist als Stereo-Drehpoti ausgeführt. Der Ausgangsverstärker hat eine Nachverstärkung von 10 dB. Über die CUT-Taste gelangt das Signal auf den erdsymmetrischen Ausgang.

Der Mix-Summenverstärker ist wohl das wichtigste Instrument in einem Mischpult. Über ihn läuft jedes Signal spätestens dann, wenn die Abmischung erfolgt. Seine Qualität muss über jeden Zweifel erhaben sein. Ferner sind die Einstellmöglichkeiten von großer Bedeutung. Wir haben uns für den Summenverstärker ein paar Besonderheiten ausgedacht. Eine Vielzahl von Anwendern hat hierbei mit nützlichen Ideen und Anregungen mitgewirkt. Die Bus-Amps sind auf besonders geringes Rauschen ausgelegt. Die hier verwendeten OpAmps werden auf ihr Rauschverhalten hin selektiert. Schließlich ist hier ein solcher Einsatz am ehesten angebracht, da in der Stereo-Summe aus jedem Kanal 2 Einmischungen aufaddiert werden. Der Ausgang des Bus-Amps wird gepuffert und liegt am Insert-Return-Ausgang auf dem Steckfeld an. Die Insert-Eingangsklinken werden bei gedrückter Insert-Taste in den Signalweg geschaltet.

Dem Einschleifpunkt nachgeschaltet ist ein Richtungsmischer, der eine Regelung von Richtung und Basisbreite auf der MS-Ebene ermöglicht. Nach Umsetzung des links/rechts Signal in M(itte) und S(eite) mit einer Matrix erfolgt eine Regelung des S-Signals und die Rückwandlung in Links und Rechts. Ein Basisregler mit einem Regelbereich von 0 bis 300 % (Mono über Stereo bis dreifache Basisbreite) und ein Richtungsregler, dessen Regelbereich von 'Mono nach rechts' über 'Stereo normal' bis 'Mono nach links' reicht sind vorhanden. Bei gedrückter DIR-Taste ist der Richtungsmischer eingeschaltet. Durch den Regler ADD-CENTER, der durch eine Taste freigeschaltet wird kann dem Ausgang des Richtungsmischers das an seinem Eingang gebildete Mono-Signal zugemischt werden. In Mittelstellung erfolgt keine Zumischung. Bei Rechtsdrehung erfolgt die Einmischung, die einen Stellbereich von ± 12 dB hat gleichphasig, sodass die Mitte gestützt wird. Bei Linksdrehung wird die Mitte gegenphasig zugemischt, sodass eine Auslöschung und Verbreiterung stattfindet. Die Zumischung des Mono-Signals nach der Verbreiterung führt zu anderen Klangeffekten, als die Reduzierung der Basisbreite. Der durch eine Überbasis erzeugte Eindruck bleibt erhalten. Trotzdem wird die Mitte durch gleichphasiges Einmischen des Mono Signals gestützt.

Der Elliptische Entzerrer reduziert die Basisbreite ab einer einstellbaren unteren Grenzfrequenz. In diesem Verfahren können Kompatibilitätsprobleme, die durch Zeiteffekte bei niedrigen Frequenzen auftreten können gelöst werden, ohne das die Basisbreite hörbar kleiner wird. Dieser Effekt ist darauf zurückzuführen, dass ein Richtungshören erst ab einer Frequenz von etwa 300 Hz möglich ist. Der Elliptische Entzerrer wird durch die Taste ON eingeschaltet. Die Basisverringerung setzt dann bei einer durch das Poti bis 1 kHz einstellbaren Frequenz ein.

Der Regelverstärker ist in seinen Einstellungsbereichen und seiner Charakteristik auf die Erfordernisse eines Summenkompressors abgestimmt. Er kombiniert einen Compressor mit einem für diese Anwendung geeigneten Expander. Der Compressor kann im Threshhold zwischen +20 und -40 dB geregelt werden. Der Regelbereich für die Ratio reicht von 1:1 bis unendlich, sodass auch Limiter-Betrieb möglich ist. Die Release- und Attackzeiten sind in weiten Bereichen einstellbar. Für den Attackregler reicht der Bereich von 0.1 bis 200 ms, mit dem Release-Regler können Rücklaufzeiten von 0.1 bis 5 sec eingestellt werden. Neben den konventionellen Einstellungen hat sich aus der Praxis der Anwendung heraus eine weitere Variante als sehr wirksam erwiesen. Hierbei wird eine sehr lange Attack-Zeit (50 bis 200 ms) mit einer kurzen Release-Zeit (ca. 100 ms) kombiniert. Der Threshhold liegt im Bereich -10 bis -30 dB, die Ratio wird im Bereich 1.5 bis 3 eingestellt. Hierdurch ergibt sich ein sehr langsames Ansprechen des Kompressors, der so Spitzen ungeregelt durchlässt, jedoch unmittelbar nach dem Verschwinden der Spitze intensiv nachregelt. Das Ergebnis ist - natürlich unter der Voraussetzung einer programmgerechten Einstellung - ein Klangbild das im Sprachgebrauch der Popmusik am ehesten mit 'druckvoll' bezeichnet werden kann, ohne das eine direkte Komprimierung hörbar wird. Eine Autogain -Schalung ermittelt aus den Stellungen der Regler den Verstärkungsverlust und gleicht diesen aus. Ferner ist ein GAIN-Poti einschaltbar, mit dem der Compressor-Pegel separat von Autogain geregelt werden kann. Die Anzeige der Verstärkungsreduktion erfolgt durch eine Ledkette mit 10 Led's. Der Expander ist so ausgelegt, dass er den durch die Kompression hervorgerufenen Verlust an Störabstand wieder ausgleichen kann. Die Attack-Zeit ist ausreichend kurz um ein Anblenden zu verhindern. Durch eine Taste kann sie auf längere Werte umgeschaltet werden. Die Release-Zeit ist durch ein Poti zwischen 0.1 und 5 Sekunden einstellbar. Zur Einstellung der Ratio dient ein weiteres Poti mit einem Bereich von 1:1 bis 1:8. Die Zuschaltung erfolgt mittels der EXP-Taste. Zur Anzeige der Funktion dient eine weitere Ledkette mit 5 Led's.

Der Regler TRIM wird durch die gleichbenannte Taste freigeschaltet und ermöglicht eine Regelung des linken Kanals um ± 6 dB . Hiermit können geringfügige Pegelunterschiede, wie sie bei einer normalen Mischung immer in den beiden Stereokanälen auftreten ausgeglichen werden. Durch diesen Regler kann man einen Stereo-Summenregler benutzen, der zwar keine Möglichkeit bietet, beide Kanäle getrennt zu regeln, jedoch für das Ausblenden sehr große Vorteile hat.

Die Taste COPY schaltet den Ausgang des Maschinen-Wahltastensatzes TAPE-SELECT vor dem Insert in den Stereo-Summenweg ein. Hierdurch werden Kopien zwischen Maschinen, bei denen eine Nachbearbeitung erforderlich ist, sehr einfach. Die Einstellung der Pultkanäle kann völlig erhalten bleiben, da nur der Summenweg benutzt wird. Summenregler, Kompressor, Richtungsmischer und alle anderen Funktionen des Moduls können verwendet werden.

Der automatisierbare Summenregler ist im Reglerbereich eingebaut. Der Ausgang des Stereo-Summenverstärkers ist trafosymmetriert und liegt sowohl auf dem Anschlussfeld wie auch auf dem Steckfeld an. Von hier aus wird er über Steckfeld an die Eingänge der 2-Spur-Maschinen weitergeführt.

Für Surroundbetrieb ist ein Teil des Summenzuges mehrkanalig ausgeführt. Auf eine separate Ansteuerung des Center-Kanals kann durch die Eigenschaften des Encoder - Decodersystems verzichtet werden. Der Center-Kanal wird automatisch vom Decoder durch die kohärenten Signalteile , die im Stereosignal enthalten sind gebildet. Auch der Surround-Kanal wird vom Decoder ungewollt automatisch gebildet. Er enthält die Signalteile in im Stereosignal gegenphasis enthalten sind. Der Aux-Send 9 dient zur definierten Ansteuerung des Surround-Kanals. Er wird ungeregelt vom Summenverstärker Aux 9 abgegriffen und durch das Summenmodul geführt. Der Einschleifpunkt ist mehrkanalig ausgeführt. Auch der Summenvca hat einen weiteren Kanal für den Surroundweg. Der Summenkompressor und -expander wirkt auch auf den Surround-Kanal ein. Ein Pegel auf dem Surround-Kanal bewirkt allerdings keine Regelveränderung dieser Elemente.

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